Therapie mit Weitblick - Karin Paa

Osteopathie

Osteopathie

Die Osteopathie ist ein ganzheitlicher Therapieansatz. In Deutschland gilt die Osteopathie nicht als geschützter Begriff.

Als Qualitätsmerkmal gilt die bao-Anerkennung (Beruf-Arbeitsgemeinschaft Osteopathie). Dafür sind 5 Jahre Ausbildung und das Bestehen aller Jahresprüfungen und der Abschlussprüfung notwendig.
Mehr dazu: www.bao-osteopathie.de

Seit Ende letzten Jahres ist die Ausübung der Osteopathie nur noch mit der Zusatzqualifikation des Heilpraktikers zulässig.

In der Osteopathie werden folgende 4 Systeme berücksichtigt

Das Muskulo-Skelettale-System oder auch Parientale System

Untersucht und behandelt werden Muskeln, Gelenke und Wirbelsäule ähnlich der Manuellen Therapie

Das Viszerale System

Hierbei handelt es sich um die inneren Organe im Brustkorb, Ober- und Unterbauch und deren Aufhängungssysteme / Bänder.

Das Cranio-Sacrale System

Der Kopf und das Steißbein sind über die Wirbelsäule und das Rückenmark miteinander verbunden. Jede Bewegung des Kreuz- oder Steißbeines kommt als weiterlaufende Bewegung in der Halswirbelsäule und im Schädel an. Und auch umgekehrt.

Das Rückenmark setzt sich im Inneren des Kopfes in Form der Meningen (Hirnhäute) fort. Diese haben wiederum Auswirkungen auf die Hypophyse und auch andere Teile des Gehirns und somit auf das Autonome Nervensystem und das Hormonelle System.

Das Fasziale System

Dabei handelt es sich um eine – den ganzen Körper durchziehende – Gewebsschicht, die sich um alle Muskeln und Gewebsschichten zieht.

Der Befund eines Osteopathen ist nun deutlich ausführlicher als in der Physiotherapie oder Manuellen Therapie.

Das hat damit zu tun, dass Gelenk oder Wirbelsäulenbeschwerden eben nicht nur parietal stattfinden, sondern immer auch Zusammenhänge zu den anderen Systemen bestehen.

Es müssen also alle 4 Systeme mittels gezielter Befragung und Untersuchung befundet werden.

Ein Beispiel: Schmerzen beim Heben des Armes

  • Gelenke und Muskeln des Schultergürtels
  • Kiefergelenk und seitliche Schädelknochen
  • Halswirbelsäule (versorgt nerval die Schultermuskulatur)
  • Zwerchfell
  • Leber und Galle
  • Faszien System: zuviel Spannung auf der vorderen Körperseite. Diese entsteht durch entsprechende Körperhaltung aber auch durch OP-Narben im Bauchbereich.

Nach der Befundung wird ein Therapieplan erstellt, der sich zusammensetzten kann aus:

  • Osteopathischen, Manuellen oder Physiotherapeutischen Behandlungsmethoden
  • Eigenübungen für Gelenke, Muskeln aber auch für Organe und nervale Strukturen.
  • Anleitung zu Verhaltensänderungen (Bewegung, Ernährung, Stress Management)